Geschichte der Kirche


Urkunden aus dem 13. und 16. Jahrhundert erwähnen schon eine Pfarrei Goldbach.
1715/16 wurde unter Verwendung der alten Bausubstanz eine neue Kirche gebaut und dem hl. Nikolaus, hl. Wolfgang und dem hl. Rochus geweiht. Diese Kirche blieb bis 1894 erhalten.
Da das Dorf sehr schnell an Einwohner zunahm, plante man eine größere Kirche.
12 Jahre wurden Spenden gesammelt, am 08. Mai 1894 war Grundsteinlegung. Am 10. September 1985 wurde die Kirche feierlich von Bischof Dr. Franz Josef von Stein geweiht. Es war ein moderner, in romantischen Formen gehaltener Bau mit dreigeteiltem Lang- und Querschiff in Kreuzform.
Damaliger Pfarrer war Lorenz Scherg, er war 21 Jahre hier tätig. Sein Epitaph ist heute am rechten Seitenausgang. In mehr oder minder großen Abständen wirkten zahlreiche Pfarrer in Goldbach, in beiden Weltkriegen mussten die Glocken für Munitionszwecke abgegeben werden.

Zum Gedächtnis an 94 Goldbacher, die aus dem 1. Weltkrieg nicht mehr heimkehrten, wurde eine „Gefallenen-Kapelle“ in Form eines Rundtempels an die Kirche angebaut.

Das 50-jährige Jubiläum der Pfarrkirche wurde am 09.09.1945 gefeiert. Anschließend wurde die Kirche 2 Jahre restauriert, um Kriegsschäden zu beseitigen und die Inneneinrichtung zu erneuern. 1949 wurden wieder drei Glocken im Turm aufgehängt.

1955 plante man weitere Renovierungsarbeiten, da der Hochaltar morsch und wurmstichig geworden war. 1956 wurde die erste Lautsprecheranlage in Betrieb genommen und mit dem Einbau einer Kirchenheizung begonnen.
1957 wurde auf dem Friedhof eine Gedenkstätte für Priester errichtet, der Gedenkstein trägt die Namen aller Goldbacher Priester mit der Zeit ihres Wirkens.
Durch das rasche Anwachsen der Bevölkerung befasste man sich schon seit 1954 mit dem Gedanken an eine zweite Pfarrkirche. 1961 wurde die neue Kirche St. Maria Immaculata feierlich von Bischof Josef Stangl konsekriert.

In der alten Pfarrkirche St. Nikolaus ging das Leben weiter, wechselte Pfarrer und Kapläne prägten mit ihren Ideen das gemeindliche Leben. Goldbach wuchs weiter, die Kirche wurde zu klein, auch weitere Gottesdienste brachten keine spürbare Verbesserung.
In das Längsschiff sollte ein Neubau in östlicher Richtung angebracht werden. Das neue Querschiff sollte 300 Sitzplätze bekommen. 1974 - 76 wurden die Erweiterungsarbeiten durchgeführt. Der Innenausbau wurde nach den Bedürfnissen der Liturgiereform neu gestaltet - Bildhauer Max Walter aus Vasbühl schuf Ambo, Altar und Tabernakelsäule aus Sandstein, die bronzene Taufanlage und das Triumpfkreuz im Hochaltar. Die neue Orgel stammt von der Firma Weise aus Plattling.
Für den Anbau wurde ein 16 m langer Kreuzweg-Fries mit zum Teil plastischen Figuren von Siegfried Rischar aus Aschaffenburg geschaffen.

Seit 1982 ist die St. Nikolauskirche in die Denkmalliste eingetragen.

Mit Einführung des 16. Geistlichen seit Gründung der Pfarrei - Ernst Bach, 1984 - begann sich das Gemeindeleben zu verändern. In den Sachausschüssen des Pfarrgemeinderats und in der Gemeindekatechese engagierten sich immer mehr Mitarbeiter, um ein lebendiges Gemeindeleben zu praktizieren.
Eine Umgestaltung des alten Pfarrheims wurde notwendig, um passende Räumlichkeiten für Kinder- und Jugendarbeit und Möglichkeiten für Bildung und Gespräch zu schaffen. Am 16. Juni 1991 wurde das neue Pfarrzentrum „Haus Effata“ seiner Bestimmung übergeben.

Seit 1987 findet die alljährliche Fußwallfahrt nach Maria Buchen statt, die sich auch heute noch sehr großer Beliebtheit, über die Ortsgrenzen hinaus, erfreut (letzter Samstag im April).

1995 feierte die Gemeinde das 100jährige Bestehen ihrer Pfarrkirche, an dem auch Weihbischof Bauer teilnahm.

Der bereits seit 1990 bestehende Eine-Welt-Kreis eröffnete 1996 im Haus Effata das Cafe-Fair, das sich heute noch großer Beliebtheit erfreut, wenn es mittwochs von 15:00 bis 17:00 Uhr geöffnet hat.

Ab Oktober 2000 war Heinz-Peter Martin Pfarrer in St. Nikolaus, als der 17. Pfarrer seit Gründung der Pfarrei. Die vorhandenen Gruppierungen erhielten von ihm beratende und verständnisvolle Unterstützung bei ihrer Arbeit. Sein Hauptanliegen war die Begegnung mit den Menschen.
Durch seine Förderung  wurde die Kinderkirche, in der schon die Kleinen ins religiöse Geschehen mit einbezogen werden, eingeführt.
Im Dezember 2007 wurde er verabschiedet.

Seit 2. März 2008 wirkt Pfarrer Markus Grzibik in St. Nikolaus.